Machu Picchu

Machu Picchu ist eine der berühmtesten archäologischen Stätten der Welt, wurde deshalb auch von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und übt einen enormen Sog des Interesses auf Touristen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt aus. Machu Picchu wurde 1911 von dem amerikanischen Forscher Hiram Bingham entdeckt. Diese alte Inka-Zitadelle ist ein Architekturjuwel des antiken Perus und liegt auf einem hohen Berg, versteckt unter üppiger Amazonasflora. Ganz Machu Picchu ist einfach eine Pracht aus Stein.

Erbaut wurde die Stadt einer Theorie zufolge um 1450 auf Befehl des Inka-Herrschers Pachacútec Yupanqui, der von 1438 bis 1471 regierte. Er schuf die Grundlagen für die Ausdehnung des mächtigen Inkareiches und führte den Kult um den Sonnengott Inti ein.

Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. Die meisten Terrassen sind mit ihren in die Mauern eingebauten kleinen Wasserablauföffnungen und etwa 3000 Stufen ebenso bis heute erhalten, wie die Kanalverbindung von der außerhalb der Stadtanlage befindlichen Wasserquelle zu den kaskadenförmig gestaffelten Brunnenbecken, die Außenmauern der Tempel und die zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Sie sind voll funktionsfähig und gegebenenfalls in den letzten Jahren nach und nach in inkatypischer Bauweise rekonstruiert worden.

Verteilt über einen Bergabhang, der den Machu Picchu (alter bzw. großer Gipfel) mit dem Huayna Picchu (junger bzw. kleiner Gipfel) verbindet, besteht die Ruinenstadt aus zwei großen Bereichen, einer Agrar-Zone und einem ehemaligen Siedlungsgebiet.

Die Gebäude der Zitadelle haben allgemein einen rechteckigen Grundriss und sind einstöckig. Erhöht errichtete Häuser haben oft nur drei Wände. Sie werden „masmas“ oder „huayranas“ genannt. Die Pforten und Fenster sind trapezförmig gebaut, typisch für den Inka-Stil. So sind auch die Nischen gestaltet, in denen Idole oder andere Gegenstände aufgestellt wurden. Von den Dächern ist im Laufe der Jahrhunderte nichts mehr übrig geblieben. Man vermutet, dass sie mit Baumstämmen und Stroh (ichu) gedeckt waren. Je nach Konstruktionstyp hatte das Dach eine einfache oder eine doppelte Neigung. Strategisch angeordnete Nägel aus Stein halten die Decke der gesamten Konstruktion fest zusammen.

Die Oberfläche der Steine wurde nach der Behauung wahrscheinlich mit nassem Sand poliert. Die Blöcke wurden so genau zugeschnitten und fest miteinander verzahnt, dass es nicht einmal möglich ist, eine Rasierklinge in die Fugen einzuführen. Wegen dieser Bautechnik in Verbindung mit der Art der Formgebung und der räumlichen Verteilung der Architekturelemente besteht kein Zweifel, dass Machu Picchu in der Blütezeit der Inkas entstand. Es ist ein Werk aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Während 500 Jahren lag die Stadt verlassen und fast völlig vergessen da, bis sich nach ihrer Auffindung die Nachricht von der Existenz dieser kostbaren Reliquie einer untergegangenen peruanischen Kultur in der Welt verbreitete. Seit ihrer Entdeckung bis heute ist Machu Picchu ein unergründliches Rätsel geblieben, obwohl einige Erklärungsversuche vorliegen. Der ursprüngliche Name ist im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten, der heutige Name ist ein Gattungsname. Der Historiker Luis E. Valcárcel meint, dass Machu Picchu der vom Chronisten Conejeros Ocampo erwähnte legendäre Ort Vitcos Picchu sein könnte.

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